Sonntag, 29. April 2012

Like a Sir - oder Von Kultur & Subkultur - FRAGMENT

Hab grade entdeckt, das ich noch nen Entwurf gespeichert hatte, den ich wohl nochmal bearbeiten wollte.....
ist schon ne ecke älter.... Naja, hier habt ihrs, aber ohne überarbeitung.


Nun, es ist spät, und ich habe wieder einmal einen feinen Gedankenstrom, ausgelöst durch die beiden Filme "Vaon der Kunst sich durchzumogeln" und "Eine dunkle Begierde", von welchem ich mitgerissen werde, und der neue Aspekte in meiner Gedankenwelt aufwühlt.
Und was ist es, was sich da offenbart? Nun, es ist schwer in Worte zu fassen, generell schwer zu fassen, da es weniger klare Gedanken als viel mehr ein Gefühl, ein vager Gemütszustand ist. Wohl entspringt dieser, wieder einmal, meinem Romantiker-Gemüt, wie dies zu verstehen ist, hab ich vielleicht schon hier erklärt, wenn nicht, werde ich bei Gelegenheit darauf eingehen. Jedenfalls, um zum Thema zurückzufinden, sind diese Gedanken von eine gewissen Sehnsucht geprägt, nach, wenn man denn so will, kultureller Selbstfindung, ich glaube das beschreibt es am Besten.
Kulturelle Selbstfindung also. Große Worte, die bitte was bedeuten? Eben darüber bin ich mir nicht ganz sicher, vielleicht sollte ich darüber nachdenken, in welcher Kultur bzw. kulturellen Phase (wenn es das gibt) ich mich derzeitig befinde, und was mein eventuelles Ziel wäre.

Also, welche Kultur habe ich? Grob gesagt, keine bis grobe Subkultur. Lässt sich daraus schließen, das ich kein Verhalten aufweise, welche allgemein als 'kultiviert' betrachtet wird. Subkultur, eindeutig Metal, was meiner Meinung nach, an gewissen Werten und Codi gemessen, vorrausgesetzt man hält sich an diese, schon eine hohe Subkultur darstellt.
Aber trotzdem, wirklich kultiviert benehme ich mich doch nicht, am besten ist dies wohl bei Feierlichkeiten zu bemerken, wenn ich, wie so oft, viel mehr trinke als ich sollte, bis ich kotze. Auch Sprachgebrauch und generelles Verhalten und Auftreten, sind gerade in diesen Situationen alles andere als kultiviert.

Samstag, 28. April 2012

So langsam...

nun geht es also so langsam dem Ende entgegen, in eineinhalb Wochen ist schon die erste Prüfung...
aber wenigstens komm ich so langsam mit meinem Moped zurecht....

Freitag, 27. Januar 2012

Neues Jahr, was nun?

Jo, also ist es mal wieder an der Zeit, mein leben im internet zu verbreiten, wie es nunmal zur modernern Kultur gehört.
Stellen wir also fest, das Weihnachten und das Silvesterfest gut überstanden wurden, auch wenn kein Alkohol zu Silvester aufgrund extrahierter Weißheitszähne mal eine Interessante Erfahrung war.
Das Kolloquium haben wir auch alle überlebt, und die Seminarfacharbeit ist beendet, Etappenziel erreicht.
Tja Kleiner Mann, was nun?  Es sind noch 3 Tage, eigentlich nur noch knappe 2 wenn ich auf die Uhr schaue, dann ist mein 18 Geburtstag. Verdammt, ich werde alt.
Und die letzte Woche vor den Ferien wird natürlich nochmal schön mit Tests und dem Deutsch Vorabi zugepflaster, damit es richtig schön Spaß macht Geburtstag zu haben. Naja, was solls, Freitag nach der Schule mit kumpels auf die Cart-Bahn, und am Abend dann schön Party, aber nicht mehr fahren, wenn ihr getrunken habt!!!

Langsam Glaube ich fast sogar an das 18-Wunder. Das hat eine Freundin der Familie am 18en (zumindest) ihres älteren Sohnes erlebt, also man räumt sein Zimmer auf, lernt für die Schule, weil ja nicht mehr lange ist bis zum Schulabschluss, und macht sich wohl allgemein Gedanken um die Zukunft.
Tja, und ich diese Woche auch mal wieder mein Zimmer saubergemacht, auch wenn Mama noch mitgeholfen hat, es war doch mal langsam wieder nötig.
Und ich hab mich grad eben zum ersten Mal intensiv damit auseinandergesetzt, wie es nach der Schule weiter gehen soll, da ich einfach mal keinen Plan hab, was so mit Studium oder Ausbildung sein könnte, da ich mich noch auf nichts konkretisiert hab.
So langsam reift der Gedanke erstmal 6 Monate FWD, sprich Freiwilligen WehrDienst abzuleisten, wird gut bezahlt, und vielleicht wird dann sogar nochmal was aus mir. Und danach mach ich dann vllt noch nen BFD, sprich das Gegenteil, also Bundesfreiwilligendienst. Dann ist mindestens ein Jahr um, und entweder hab ich dann konkrete Pläne für meine Zukunft, oder ich denk weiter und finde vllt noch was, was mich interessiert.

Klingt doch nach nem guten Plan.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

gefühlsmäßig abgestumpft?

Tja, nun ist es also soweit -
heute Morgen ist also meine Oma endgültig gestorben. Wir waren gestern noch auf der ITS, als es klar war, das es nicht mehr lange gehen würde. Kein schöner Anblick.
Aber irgendwie hat mich das alles nicht so mitgenommen, wie damals bei meinem Großvater. Ehrlichgesagt, nimmt mich das so gut wie gar nicht mit, zumindest jetzt, aber auch schon die letzten Monate nicht großartig.

Bin ich endgültig abgestumpft und Gefühlskalt?

Mittwoch, 30. November 2011

Man wird in diese Scheiße hineingeboren und dan watet man darin herum, ohne das es jeh besser wird. Das macht man so lange, bis es aufhört. entweder beendet man es selbst, oder wrted darauf, das es von außen zu ende geht.
Ich für meinen Teil habe keine Lust dazu.

Montag, 31. Oktober 2011

Der unbekannte Puppenspieler

Der unbekannte Puppenspieler

Seht mich an!
Was seht ihr?
Seht ihr mich?
Seht ihr mein Gesicht?

Tut ihr nicht.

Ich steh im Nebel
und was ihr seht,
sollt ihr sehn,
lass ich euch sehn.
Ich bestimme, was ihr seht.

Ihr seht mich nicht.


Hat ne ganze Weile gedauert, bis ich mich entschlossen hab, das Gedicht zu Posten, hatte bis eben auch keinen Titel.
 Verdammt ich hab lange Zeit geglaubt, dass meine Kreativität das ist, was mich ausmacht, wollte Zeichnen, Künstler sein. Und jetzt? ich zeichne genauso schlacht wie früher, und probier es meist gar nicht mehr...
Ich bin wohl doch nicht so kreativ, wie ich immer dachte, und wenn doch dann sind es verdammte Geschichten oder solche dummen Gedichte wie das hier, ich bin doch kein Poet!

Ich hab grade so viel, was ich noch schreiben könnte, sone Menge Gedanken, hab aber echt nicht die Lust dazu...

Wenn euch das Gedicht gefällt, und ihr es verbreiten wollt, als ganzes oder in Teilen habt ihr das mit mir abzusprechen, wäre jedenfalls nett.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Die Drei Gesichter

Es regnet. Wie so oft im Herbst. Es regnet in Strömen. Und es ist dunkel. Die Menschen eilen umher, suchen Schutz. Oder laufen nach Hause. Eine Straße nahe am Industriegebiet irgendeiner modernen Großstadt. Viele der Hallen stehen schon leer, die besten Jahre sind hier schon lange vorbei. Die Gegend ist heruntergekommen, Graffitis; zerschlagene Fenster; und nur ein paar Jugendliche, die rauchen und trinken, und alle anpöbeln, die vorrübergehen, was aber nicht viele sind. Protest, Rebellion, das sind ihre Motive.
Unter einer der wenigen noch intakten, flackernden Straßenlaternen steht er. Ganz still, bewegungslos... Niemand bemerkt ihn, bis auf die Jungen, welche ihn verspotten. Die wenigen Erwachsenen, die durch den Regen auf dem kürzesten Weg nach Haus eilen, bermerken ihn nicht, sind blind.
Ein Wagen fährt vorbei, Wasser spritzt auf, mitten auf ihn. Er rührt sich nicht.
Wer ist er? Er ist ein Witz der Gesellschaft, der Clown. Groß, und mager. Und er ist nicht lustig. Nein, das weiße Gesicht ist mit tiefen Falten durchzogen, die Mundwinkel und der aufgemalte Mund zeigen nach unten. Die Augen blicken müde in die Dunkelheit. Er hat keine Haare, aber eine alte, zerbeulte Melone auf dem Kopf. Aus der großen roten Nase läuft ein wenig Schleim, er scheint krank zu sein. Er trägt einen alten, mit Flicken übersäten Mantel. Nass und schmutzig. Die Hose ist genauso schmutzig und nass und viel zu groß. Ein Seil hält sie auf den mageren Hüften. Die Hände stecken in fingerlosen Handschuhen, unter den Nägeln ist dreck. Seine große Fliege hängt ebenso schlaff wie sein Accordion um seinen Hals.

Da steht er also, im Regen unter der flackernden Laterne. Und wartet. Auf seine beiden Brüder. Es sind Drilinge, doch der eine ist etwas zu kurz geblieben. Dort hinten kommen sie. Der eine groß, mit tänzelndem Schritt. Er trägt als einziger bunte, übergroße Schuhe. Die der anderen sind einfach nur noch matt. Sein Gesicht ist verblüfft, ein fragendes Gesicht wurde über sein echtes gemalt. Doch das echte lächelt. Zumindest ein wenig. Er hat rote lockige Haare, zwei große Büschel, links und rechts am Kopf. Eine grüne Krawatte mit blauen Punkten, ein rot weiß gestreiftes Hemd und eine rote Flickenhose. Er hat eine handvoll langer Luftballons und knotet kleine Tiere daraus. Nun ist ers bei seinem Bruder, umtanzt ihn, versucht die Heiterkeit zu übertragen. Es gelingt nicht. Nichtmal die kleine Hupe hilft.
Der letzte der Brüder ist nun auch da. Der zu kurze. Mit schlürfendem Gang und mürrischem Blick stößt er zu ihnen. Seine kurzen struppigen Haare umkränzen den Kopf. Sein Gesicht ist nicht komplett weiß. Nur um Mund und beide Augen. Zwei senkrechte schwarze Striche über die Augen und die Nase rot angemalt. Sein Kinn und Hals unter einem ungepflegten Drei Tage Bart. Die Augen grimmig zusammengekniffen. Er trägt nur ein schmuddeliges, farbloses Unterhemd, sein altes Sacko über der Schulter. Unter dem hemd wölbt sich ein kleiner Bauch über die Braune Hose, eingerahmt von zwei Haosenträgern. Auch er trägt die fingerlosen Handschuhe. Aus der Tasche ragt ein halb leere Schnapsflasche.
Er steht da, blickt aus zusammengekniffenen Augen auf seine Brüder. Der mittlere tanzt noch immer fröhlich hupend umher. Ärgerlich reist er ihm die Hupe aus der Hand, wirft sie auf die Straße, tritt mehrmals darauf. Dann verpasst er ihm einen Schlag auf den Hinterkopf und blickt in wütend an.
Der jüngste Bruder, der Spaßmacher, lächelt nun nicht mehr. Der kleine nimmt einen Schluck aus der Flasche und zündet sich eine Zigarette an. Er hat fast keine mehr, nur noch drei zerknitterte.
Wieder schultert er sein Sacko und läuft, nach kurzem Innehalten weiter. Die dunkle Straße entlang. Eine energische Handbewegung, die anderen folgen.
Stumm und niemand lächelt mehr, die Hupe hebt der jüngste noch auf, sie ist verbeult und hupt nicht mehr.
Der traurige Clown hat keine Miene verzogen, die ganze Zeit nicht, er ist einfach zu alt und müde.

Nach kurzer Zeit verschwinden sie in der Dunkelheit.Waren sie überhaupt da? Es scheint wie ein seltsamer Traum. Es regnet und ist kühl. Es ist Herbst.